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Das Essverhalten der Deutschen

Die immer gefüllten Supermärkte haben zwar das alte Menschheitsproblem der Nahrungsbeschaffung gelöst, aber unerwartet eine Menge neuer Probleme geschaffen, die nicht minder gravierend sind.
Unter evolutionsbiologischer Betrachtung ist festzustellen, dass der menschliche Organismus wirkungsvolle Adaptionsmechanismen entwickelt hat, um nutritive (nahrhaft, nährend, im Zusammenhang mit der Nahrung stehende) Mangelzustände möglichst gut zu kompensieren.
Offenbar aber sind Anpassungsmechanismen an Überflussbedingungen wesentlich weniger effektiv ausgeprägt.
Die unter diesen Bedingungen etablierte Ernährungsweise der deutschen Bevölkerung begünstigt die Entstehung der Adipositas (Fettsucht) und der damit verbundenen gewichtsabhängigen kardiovaskulären Risikofaktoren wie Hypertonie (Bluthochdruck), Hyperlipidämien (zu viele Fettstoffe im Blut, zu hoher Gehalt an Blutfetten) und Diabetes Typ II sowie das metabolische Syndrom (Stoffwechselstörung).
Neben diesen ernährungsmedizinisch relevanten Konsequenzen des Ernährungsverhaltens kann eine Fülle von sozialen und psychologischen Problemen beobachtet werden, die mit dem Essverhalten verbunden sind und die als begünstigende Rahmenbedingungen für die Genese von Essstörungen gelten.
Das Thema Ernährung hat in sämtlichen Medien eine ständige Präsenz. Es wird hier seit Jahren von einem kollektiven Diätverhalten gesprochen. Die Mehrheit der Deutschen gesteht “Schwierigkeiten im Essverhalten” ein, hat allerdings ein enormes Defizit an etablierten Verhaltensstrategien zum Management des Überflusses – auf deutsch -
“Immer iss, wenn es denn schmeckt!”

Siehe auch: Alarmierend – Übergewicht in Deutschland

Lesen Sie demnächst: Die gegenwärtigen Probleme im Essverhalten der Deutschen





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